29.08.2013

Ankündigung: Tag der offenen Tür 2013


 Anlässlich des 5-jährigen Bestehens der Beringungsstation "Mittleres Saartal" möchten wir Sie einladen zu unserem 4. Tag der offenen Tür:

Am Sonntag, den 08. September 2013, von 09:00 Uhr bis 16:00 Uhr

An der Beringungsstation „Mittleres Saartal“, Im Hader, Saarlouis-Lisdorf
hinter dem IKEA-Komplex, an der Lieferantenzufahrt. Parkmöglichkeiten bestehen direkt vor Ort bzw. auf den Parkplätzen von IKEA.

Programm:
- Beringungsvorführungen um 09:00 Uhr, 11:00 Uhr und 14:00 Uhr
- Geführte Exkursionen „rund ums Biotop“ um 12:30 Uhr und 15:00 Uhr

- Gelegenheit zum Blick ins IKEA-Biotop auf unserem Aussichtsturm


Für das leibliche Wohl ist wie immer bestens gesorgt:
Neben Getränken bieten wir Kaffee & Kuchen sowie verschiedene Grillwürstchen an.

Der Eintritt und die Teilnahme an Vorführungen und Exkursionen sind natürlich kostenlos.

Mehr Informationen:


 Tag der offenen Tür 2012
Beringungvorführung
Seit nunmehr fünf Jahren ist die Beringungsstation "Mittleres Saartal" in Saarlouis-Lisdorf in Betrieb. In diesem Zeitraum sind vor Ort etwa 50.000 Vögel von über 100 verschiedenen Arten gefangen, beringt und wieder frei gelassen worden.

Die rein ehrenamtlichen Mitarbeiter, die zur Herbstzugzeit von August bis Oktober oftmals von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang vor Ort sind, leisten mit ihrem Einsatz einen wertvollen Beitrag zur wissenschaftlichen Ornithologie. Neben dem lokalen Monitoring, also der kontinuierlichen, langfristigen Erfassung des Vogelbestands im Gebiet, werden die an der Station erhobenen Daten auch in überregionalen Projekten verwendet, z.B. zur Aufklärung von Zugrouten. Bei dieser Arbeit können alle Besucher am Tag der offenen Tür gerne zuschauen und hautnah miterleben, wie vielfältig und faszinierend unsere Vogelwelt ist.

Bekassine (Gallinago gallinago)
gefangen am Tag der offenen Tür 2012
Wir bieten Ihnen mehrere Beringungsvorführungen an, bei denen sie neben Wissenswertem zur Beringung und den einzelnen Arten auch die Möglichkeit erhalten, verschiedenste Vögel aus nächster Nähe zu sehen. In den letzten Jahren waren dabei stets auch einige Highlights zu bestaunen.

Gelegenheit zum Blick in das 5 Hektar große Gebiet haben Sie von unserem Aussichtsturm, der allen Besuchern offen steht. Zusätzlich bieten wir zwei kurze Exkursionen "ums IKEA-Biotop" und zur Schleuse Ensdorf an, bei denen wir Ihnen das Gebiet, das naturräumliche Umfeld und natürlich auch die Bewohner des Biotops vorstellen möchten. Das IKEA-Biotop, inmitten des Saartals gelegen, bietet eine reichhaltige Artenvielfalt - nicht nur der Vogelwelt - auf engstem Raum. Wir möchten Ihnen zeigen, warum diese grüne Oase inmitten von Industrie, Gewerbe und Siedlung so erfolgreich ist.

Über Ihr Kommen würden wir uns sehr freuen, wir hoffen auf viele Interessierte, gute Gespräche und wie immer viele spannende Fänge!

Im Namen der gesamten Beringungs-AG,
Sebastian Kiepsch & Rolf Klein

22.07.2013

Brutzeiterfassung 2013


Grauspecht (Picus canus), Weibchen, die 110. im IKEA-Biotop beringte Art
Die Brutzeit 2013 ist für viele Arten abgeschlossen und auch wir haben unsere Erfassung des Brutvogelbestands im IKEA-Biotop beendet. Wie in jedem Jahr wurde pro 10-Tage-Intervall ("Dekade") eine Beringungsaktion durchgeführt, bei der ab Sonnenaufgang über 6 Stunden gefangen wurde. Diese Intensität entspricht der Empfehlung der Vogelwarte, um dem Brutvogelbestand vor Ort keinen Schaden zuzufügen und dennoch eine möglichst genaue Bestandsermittlung zu gewährleisten.

Ausgerechnet am letzten Erfassungstag wurde "zur Belohnung" eine neue Art für das IKEA-Biotop nachgewiesen und konnte auch gefangen und beringt werden: Der Grauspecht. Dieser Laubwaldbewohner, der nur in Ausnahmefällen außerhalb der Wälder anzutreffen ist, wurde völlig überraschend in einem der Auwaldbereiche gefangen. Die Artenzahl im Biotop steigt damit auf 170, davon 110 Arten, die auch beringt werden konnten.



Das Wetter - von Hagelsturm bis Sonnenschein 

Blick vom Beobachtungsturm ins IKEA-Biotop
Nach dem Rekordwinter 2012/13, der auch im IKEA-Biotop der Vogelwelt zu schaffen machte, zeigte sich das Wetter in der Kernbrutzeit erneut von seiner hässlichen Seite. Der Mai brachte im Saartal in kurzer Zeit enorme Regenmengen und im Juni gab es zwei orkanartige Stürme mit Hagel und Starkregen, bei denen sogar einzelne Bäume im Biotop umgestürzt sind. Die Auswirkungen auf den Bruterfolg können im Augenblick noch nicht vollständig abgeschätzt werden, sicher ist aber, dass manche Arten einen Brutverlust oder Teilverluste hinnehmen mussten. Während des Herbstzugs wird man dann spätestens sehen, ob diese auch deutschlandweit ähnlichen Verhältnisse einen signifikanten Einfluss haben.
Als Kontrast zu diesen stürmischen Zeiten war der Juli ein extrem sonniger und trockener Monat mit sehr stabilem Wetter, was vielleicht für Spätbrüter positive Auswirkungen hat. Wenn sich diese Bedingungen bis zur Zugzeit nicht ändern, ist das Gebiet mit dem aktuell niedrigen Wasserstand außerdem prädestiniert für die Rast von Watvögeln.



Erste Ergebnisse - Biotopentwicklung und ihre Folgen

Eine kleine Randnotiz vorab:. Neben diesen Ergebnissen werden im Rahmen der Brutzeitberingung auch Gesangsaktivität und Beobachtungen nicht gefangener Brutvögel erfasst, was einen noch genaueren Einblick in Reviere und Brutgeschehen ermöglicht. Dabei zeigt sich vor allem ein großer Trend: Die natürliche Entwicklung der Vegetationsstruktur (Sukzession)  hat gerade im Vergleich mit dem letzten Jahr große Auswirkungen auf das Artenspektrum der Brutvögel.

Orpheusspötter (Hippolais polyglotta)
Für die Orpheusspötter im IKEA-Biotop ist die aktuelle Entwicklung ungünstig. Die wärmeliebenden Vögel bevorzugen halbhohe Hecken und Gebüsche, die meist in einem Zwischenstadium der Sukzession auftreten. Nachdem in den Vorjahren stets mindestens 4 Brutpaare festgestellt werden konnten, ist der Bestand in diesem Jahr um die Hälfte zurückgegangen. Der Orpheusspötter, der erst ab Mitte der 1980er Jahre von Südwesten nach Deutschland eingewandert ist, ist bundesweit selten und in seinem Vorkommen auf Südwestdeutschland beschränkt. Das Saarland beherbergt dabei den Großteil des deutschen Brutbestands.

Goldammer (Emberiza citrinella), links W, rechts M
Während dieser Trend von uns kritisch beobachtet wird, hat er einer Art doch genutzt. In diesem Jahr besteht starker Brutverdacht für den Neuntöter. Im Randbereich des IKEA-Biotops hat der "Greifvogel unter den Singvögeln" wohl sein Nest in einer großen Brombeerhecke gebaut. Leider konnte der Verdacht (noch) nicht durch weitere Fänge oder Beobachtungen bestätigt werden. Neuntöter erbeuten große Insekten und sogar kleine Mäuse, die sie ähnlich einer Vorratskammer auf Dornen oder Stacheldraht aufspießen.

UPDATE 04.08.2013: 
Das Neuntöter-Paar konnte Ende Juli mit frisch ausgeflogenen Jungen fütternd beobachtet werden, das Weibchen und mindestens ein Jungvogel der Brut konnten auch gefangen und beringt werden. Dies bedeutet den Brutnachweis für den Neuntöter im Gebiet!
 
Drosselrohrsänger (Acrocephalus arundinaceus)
Im Zuge der Biotopentwicklung ist es von großer Wichtigkeit, dass die Spezialisten des IKEA-Biotops nicht negativ beeinflusst werden. Viele von ihnen sind auf spezielle Lebensräume innerhalb des Feuchtgebiets angewiesen und reagieren schnell auch auf kleinste Veränderungen. Gerade in diesem Zusammenhang ist es erfreulich, dass auch 2013 wieder zwei singende Drosselrohrsänger festgestellt wurden. Auch wenn diese im Saarland seltenen Schilfbewohner wie auch 2012 erneut unverpaart blieben und nicht brüteten, zeigt die Anwesenheit eines Männchens von Mai bis Anfang Juli doch, dass das Gebiet zumindest für diese Art noch hervorragend geeignet ist.



Highlights der Brutzeit - Grauspecht & Watvögel

Sperber (Accipiter nisus), Männchen
Neben den üblichen Verdächtigen gab es in diesem Jahr die eine oder andere kleine und große Überraschung. Den Anfang machten ein Rohrschwirl Anfang Mai, sowie ein zweiter Zwergtaucher Ende Mai, nachdem dieses Jahr auf dem Frühjahrszug der erste Fang seit 1999 gelang. Für den Zwergtaucher bestand kurzzeitig Brutverdacht, vermutlich verhinderte das widrige Wetter im Mai und Juni aber eine Brut im IKEA-Biotop.

Der Höhepunkt des Monats Juni war ein adultes Sperber-Männchen, das bei der Jagd ins Netz ging. Diese Greifvögel jagen überwiegend Kleinvögel und gehen dabei auch manchmal in die Netze. Zum letzten Mal war dies 2010 der Fall, damals gab es sogar drei Fänge dieser Art über das gesamte Jahr.


Der Juli schließlich war neben dem Erstnachweis des Grauspechts geprägt von Watvögeln, den sog. Limikolen. Der Herbstzug für einige Arten in dieser Artengruppe beginnt schon ab Mitte Juni. Wir konnten seitdem mit 1 Waldwasserläufer und 3 Flussuferläufern so viele fangen wie in keinem Jahr zuvor - das heißt, bisher! Der Limikolenzug erstreckt sich noch geraume Zeit und der Wasserstand ist günstig.

Waldwasserläufer (Tringa ochropus)

Ausblick - Vorfreude auf den Herbstzug


Das war also wieder die Brutzeiterfassung, doch diese geht nahtlos über in die Herbstzugberingung, die in diesem Jahr testweise schon eine Woche früher startet. Gerade die Zeit Ende Juli ist für manche Arten schon Hauptzugzeit, allerdings wurde in der Vergangenheit häufig erst Anfang August beringt. Ob das ein Fehler war und welche Überraschungen es noch geben wird, sehen wir dann in den nächsten Wochen.



Anhang - Statistik

(vgl. auch 2012)
Die Unterschiede in Fangzahlen begründen sich durch mehr Termine im letzten Jahr, als Anfang Mai noch außerplanmäßige Fangtage zur Erfassung des späten Frühjahrszugs angesetzt wurden. Außerdem wurde der letzte planmäßige Julitermin sehr spät durchgeführt, so dass bereits reges Zuggeschehen herrschte. Die absoluten Zahlen können somit nicht als Indikator für ein gutes oder schlechtes Brutjahr genutzt werden, die Rohdaten müssen noch genauer ausgewertet werden.


Nicht gefangene Brutvogelarten:

Teichhuhn - sichere Brut
Blässhuhn - sichere Brut
Stieglitz - Brutverdacht im Umfeld


16.04.2013

2013 - Was bisher geschah...

Hallo zusammen!

Waldohreule (Asio otus), Männchen - Die 109. von uns beringte Art!
Auch 2013 wird an der Beringungsstation natürlich wieder so gut es geht das Geschehen der Vogelwelt überwacht und die Wintergasterfassung sowie die erste Hälfte der Frühjahrszugerfassung sind bereits Geschichte.


Wintergasterfassung - Wenig Zeit, viele Finken
 
Kernbeißer (Coccothraustes coccothraustes), Männchen.
Diese Art wurde 2012 in Rekordzahl beringt
Über den Jahreswechsel 2012/13 wurde leider nur sporadisch beringt, zum einen wegen der kalten Witterung, zum anderen aber auch wegen Zeitmangels.
Was bei den wenigen Terminen jedoch deutlich wurde: Die typischen Wintergäste waren auch in diesem Jahr wieder anwesend, vor allem die Finken: Erlenzeisige (Carduelis spinus),  Buchfinken (Fringilla coelebs) und allen voran die Kernbeißer (Coccothraustes coccothraustes) erreichten gute Fangzahlen.


Von Zugstau und Kälteflucht - der Frühjahrsanfang aus ornithologischer Sicht

Dieses schöne Wetter ließ lange auf sich warten...
Vor allem der Beginn des Frühjahrszugs ist in diesem aus meteorologischer Sicht herausragenden Jahr auch ornithologisch überaus interessant verlaufen: Die lange Kälte- und Frostperiode mit Nordostwind bis in den April zwang zahlreiche Vögel auf ihrem Zug zu einer mitunter mehrere Wochen andauernden Rast in Gebieten, die normalerweise schnell überflogen werden. Dieses als Zugstau bekannte Phänomen wurde allerorts durch große Ansammlungen Sing-, Rot- und Wacholderdrosseln (Turdus philomelos, T. iliacus, T. pilaris) sowie Kiebitzen (Vanellus vanellus) sichtbar, unter die sich die sonst im Saarland seltenen Goldregenpfeifer (Pluvialis apricaria) in enormer Häufigkeit gemischt hatten. Wieder andere Arten wie z.B. Kraniche (Grus grus) und Rotmilane (Milvus milvus) kehrten sogar ihre Zugrichtung um und flogen in Richtung Süden zurück, was als "Kälteflucht" bezeichnet wird.


Blaukehlchen und Laubsänger - Massenrast!

Blaukehlchen (Luscinia svecica), Männchen.
Während die Ereignisse unter den Großvögeln von Ornithologen saarlandweit einfach zu verfolgen waren, spielten sich auch in der Kleinvogelwelt im Verborgenen ähnliche Szenen ab: Der Zugstau zeigte sich im IKEA-Biotop besonders bei den sonst eher seltenen Blaukehlchen (Luscinia svecica), von denen bislang 30 Exemplare beringt und ein Weibchen mit spanischem Ring gefangen werden konnten. Dies sind für den Frühjahrszug nie dagewesene Dimensionen, in den Vorjahren wurden lediglich einzelne Blaukehlchen im Frühling nachgewiesen.


Auch bei den häufigen Zilpzalpen (Phylloscopus collybita) war die Fangzahl stark erhöht, bisher konnten 316 Exemplare beringt werden, darunter ganze vier Vertreter der nordöstlichen Unterart abietinus. Zum Vergleich: Im gesamten Vorjahr 2012 wurden insgesamt 224 Zilpzalpe gefangen. Bei ihrem nahen Verwandten, dem Fitis (Phylloscopus trochilus), zeigte sich ein ähnliches Ausmaß: Bisher 81 Fitisse 2013 gegenüber 39 Exemplaren 2012.

Fitis (Phylloscopus trochilus, l.) und Zilpzalp (Ph. collybita, r.) im Vergleich.
Der Fitis wirkt etwas heller, hat hellere Beine und einen definierten Überaugenstreif.


Alle Vögel sind schon da...

Feldschwirl (Locustella naevia)
mit den für die Familie der Schwirle
typischen, langen Unterschwanzfedern.
So lange die Phase des Zugstaus auch dauerte, so schnell war sie vorüber. Bereits mehrere Feldschwirle (Locustella naevia) wurden gefangen, der früheste davon am 08. April - nach den in ornitho.de vorliegenden Daten wohl der Erstnachweis 2013 für Deutschland. Mit dem schönen Wetter der letzten Tage sind dann alle typischen Arten dieser Zugphase ins IKEA-Biotop zurückgekehrt: Drei Rohrsängerarten, Teich-, Schilf- und Drosselrohrsänger (Acrocephalus scirpaceus, Acr. schoenobaenus, Acr. arundinaceus) konnten 2013 schon beringt werden, ebenso drei Vertreter der Grasmücken: Mönchs-, Dorn- und Klappergrasmücke (Sylvia atricapilla, S. communis, S. curruca) und mit Rauch- und Uferschwalbe (Hirundo rustica, Riparia riparia) auch schon zwei Schwalbenarten.


Highlights - Ein alter Bekannter und zwei neue Arten

Unter den herausragenden Fängen des noch jungen Jahres ist ein Zwergtaucher (Tachybaptus ruficollis) zu nennen. Dieser "alte Bekannte" wurde zum ersten und einzigen Mal vor 14 Jahren, 1999, von Lothar Hayo im IKEA-Biotop beringt. Seitdem wird die Art zwar fast alljährlich beobachtet, aber ging nie wieder ins Netz - bis zu diesem Jahr.

Zwergtaucher (Tachybaptus ruficollis) - Seit 1999 nicht mehr im Netz.
Mit dem Einflug der Goldregenpfeifer im März trieb es einen Vertreter seiner Art auch ins IKEA-Biotop, wo er einen Tag lang bei Schnee und Kälte rastete. Der Goldregenpfeifer ist damit die 168. Vogelart, die im IKEA-Biotop nachgewiesen werden konnte.

Ein Erstnachweis einer Art im Gebiet ist bereits bemerkenswert, zwei hingegen sind sensationell - zumal die zweite Art so gar nicht ins Biotop passt: Eine Waldohreule (Asio otus) konnte vollkommen überraschend gefangen und beringt werden. Es ist ungeklärt, woher das imposante Tier stammt oder ob es in der Nähe vielleicht sogar einen Brutplatz gibt, sicher ist nur, dass die Eule in den frühen Morgenstunden wohl bei der Jagd ins Netz ging. Sie ist damit die 169. Art des IKEA-Biotops und die 109., die von uns beringt wurde.


Mit diesen bisher überaus positiven Ergebnissen freuen wir uns auf das Beringungsjahr 2013, in dem hoffentlich noch weitere Überraschungen auf uns warten.


Im Namen des Teams der Beringungsstation,
Sebastian Kiepsch